Novosibirsk Philharmonic Orchestra

Dirigent: Thomas Sanderling; Solist: Marceau Lefèvre (Fagott)

Das Novosibirsk Philharmonic Orchestra hat sich in den vielen Jahren seines Bestehens weltweiten Ruf als hervorragender russischer Klangkörper erspielt und steht auf einer Stufe mit den großen Orchestern von Moskau und St. Petersburg. Gegründet 1956 und geleitet von dem berühmten russischen Dirigenten Arnold Kats bis zu dessen Tod in 2007 unternahm das Orchester ab 1970 regelmäßig große Auslandstourneen. Es gastierte dabei u. a. in der Tschaikowsky Concert Hall, in der Verdi Hall in Mailand, dem Salle Pleyel in Paris, der Beethoven Halle Nantes (Eröffnung), Stuttgart Liederhalle, Montreux Strawinsky Auditorium, London Royal Festival Hall, Glasgow Royal Concert Hall, Sapporo Kitara Hall, … .

Anlässlich seines 50jährigen Jubiläums in 2006 wurde das Novosibirsk Philharmonic Orchestra zum 1. Festival der Welt Symphonie Orchester eingeladen und spielte unter der Leitung von Arnold Kats neben dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Metha, dem Toskanini Philharmonic Orchestra unter Lorin Maazel, der Academy of St. Marin in the Fields, dem Philharmonic Orchestra of Radio France.

Das Novosibirsk Philharmonic Orchestra gab seit seiner Gründung über 5.000 Konzerte und wurde dabei von so weltberühmten Dirigenten wie V. Gergiev, K. Penderecki,  M. Jansons, D. Kitaenko, etc. geleitet.

Solisten waren u. a. Y. Bashmet, J. Fischer, D. Oistrach, M.Pletnev, V. Repin, S.Richter, M. Rostropowitsch, G. Sokolov, V. Spivakov und M. Vengerov.

Dirigent des Abends ist Thomas Sanderling. Sanderling wuchs in St. Petersburg auf, wo sein Vater Kurt Sanderling Dirigent der St. Petersburger Philharmonie war. Nach Abschluss der Musikschule des Leningrader Konservatoriums studierte er Dirigieren an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Im Alter von 24 Jahren wurde er Musikalischer Leiter des Opernhauses Halle. Schon während dieser Zeit war er häufig Gast bei führenden Orchestern und Opernhäusern wie der Dresdner Staatskapelle und dem Leipziger Gewandhaus. Für seine Dirigate an der Komischen Oper Berlin erhielt er den Berliner Kritikerpreis.

Das Orchester wird von Solist Marceau Lefèvre am Fagott begleitet. Lefèvre bekam im Alter von sieben Jahren zunächst Saxofonunterricht, bevor er mit zwölf außerdem mit dem Fagottspiel begann. Er studierte zunächst parallel beide Fächer am Conservatoire régional d’Avignon, dann am Conservatoire régional de Paris bei Laurent Lefèvre, Gilbert Audin und Jean-François Duquesnoy. 2013 wechselte Marceau Lefèvre ans Conservatoire Supérieur de Musique in Paris, wo er bei Laurent Lefèvre und Fany Maselli Fagott studiert. 2014 gewann Marceau Lefèvre einen 1. Preis beim Internationalen Holzbläserwettbewerb hülsta woodwinds. Konzerte gab der Fagottist bei wichtigen Festivals, u.a. beim Albi Festival „Tons Voisins“ oder bei „Folle Journée“ in Japan. Außerdem ist Marceau Lefèvre ein begeisterter Orchestermusiker, der 2013 als Solo-Fagottist im Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Philippe Jordan und in der Schleswig Holstein Orchesterakademie unter der Leitung von Christoph Eschenbach und Krzysztof Urbanski spielte.

 

Konzertprogramm:

Peter Tschaikowsky – Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
Karl Maria von Weber – Fagottkonzert F-Dur op. 75 (Solist Marceau Lefèvre)
Ludwig van Beethoven – 7. Sinfonie

Das könnte Sie auch interessieren